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Aktuelles

Aktuelle Informationen

Titelbild_Gemeinsam_gegen_Corona

Liebe Schützenbrüder,

Corona beschäftigt und bewegt uns derzeit gezwungener Maßen alle, auch uns Schützen, auch uns als Verwaltungsrat. Und es ist nicht abzusehen, dass sich dies kurzfristig, ja vielleicht auch mittelfristig ändert. Es ist eine Herausforderung, mit Umsicht und Verantwortung auf die aktuelle Pandemie präventiv zu reagieren, aber auch gleichzeitig unsere soziale Gemeinschaft, die von Begegnung und Miteinander lebt, in die Zukunft zu bringen. Hier gilt es aktiv, kreativ und ideenreich heranzugehen.

Die letzten Verwaltungsratssitzungen waren stets von diesem Thema geprägt. Wir wollen Euch mit regelmäßigen Informationen auf dem Laufenden halten, was uns als Verwaltungsrat bewegt, welche Ideen wir haben und wie wir unsere Traditionen unter den aktuell veränderten Rahmenbedingungen mit Leben füllen können.

Auf der letzten Verwaltungsratssitzung haben wir folgende Beschlüsse gefasst:


  • Nach Abwägen der Möglichkeiten und Risiken, wird die Empfehlung ausgesprochen, bis auf weiteres auf zuginterne Veranstaltungen (JHV, Familien- oder Wandertage) zu verzichten.
  • Für das anstehende Patronatsfest am 23.Januar 2021 erarbeitet der Verwaltungsrat zur Zeit eine alternative Form der Durchführung, wobei als verbindendes Element das Streamen der Veranstaltung im Internet beabsichtigt ist. Für angemeldete Schützenbrüder sollen dann Schützenwein und Franz-Brötchen für den Abend bereitgestellt werden.
  • Für die Jahreshauptversammlung im März 2021 kann heute noch keine Aussage getroffen werden. Eine Veranstaltung im Bürgerzentrum unter den dann geltenden behördlichen Vorgaben wäre aber denkbar. Wenn sie dann möglich ist, ist sie für Freitag, den 12. März 2021 geplant.
  • Die Schützenwallfahrt soll am Freitag, dem 7. Mai 2021 unter den dann geltenden Bedingungen stattfinden.


Auch in die weitere Zukunft wollen wir schauen. Keiner von uns weiß, wie diese Pandemie die Menschen gesellschaftlich und soziologisch verändert. Können Veranstaltungen, wie z.B. unser traditioneller Trinkzug, in Zukunft in althergebrachter Weise durchgeführt werden? Mit diesen Fragen soll sich eine Projektgruppe befassen und in Alternativen denken. Auch wenn wir alle uns so sehnlich wünschen, dass wir zum Althergebrachten und Gewohnten zurückkehren, ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit solchen Themen aus unserer Sicht sinnvoll.

Gerne freuen wir uns, wenn Schützenbrüder Ideen, Meinungen und Vorschläge zu den unterschiedlichsten Themen haben. Wir stehen hier jederzeit offen, persönlich oder aber auch per Mail, gerne zur Verfügung.

Unter den gegebenen Umständen ist es eine besondere Herausforderung, das soziale Gefüge und die Identität unserer Gesellschaft zu erhalten.

Wir sind jedoch überzeugt, dass unsere Schützentradition uns trägt und wir diese Prüfung bestehen werden, wenn jeder Schützenbruder mithilft!


Mit Schützengruß

Jürgen Knieps (Hauptmann) I Matthias Becker (Chronist) I Dieter Zimmermann (Schatzmeister)

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Großes Schützenfest erst 2022

Schriftzug_2022
Nebeneffekt: Großes Schützenfest 2028 zum 625jährigen Bestehen!!!

Die Corona-Pandemie hat auch im Vereinsgeschehen unserer Stadt so einiges durcheinander gebracht.

So beschäftigte sich der Verwaltungsrat der Sankt Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft Ahrweiler 1403 e.V. auf seiner letzten Sitzung mit den Auswirkungen der derzeitigen Krise auf die Ahrweiler Schützen. In diesem Jahr konnten die Fronleichnamsfeierlichkeiten und das traditionelle Schützenfest nicht in der gewohnten Weise gefeiert werden.

Der normale Rhythmus der Schützenfeste sieht alle drei Jahre ein großes Fest mit Königsschuss und traditionellem Trinkzug vor, im nächsten Jahr wäre dies der Fall. Nach eingehender Beratung und Abwägen aller Argumente hat sich der Vorstand der Schützen einstimmig dazu entschlossen, dieses große Schützenfest auf 2022 zu verschieben. Verbunden mit dieser Entscheidung ist die Hoffnung, dass sich die Corona-Lage bis dahin weitgehend beruhigt hat und die Durchführung des historischen Trinkzuges in verantwortlicher und gesundheitlich unbedenklicher Art und Weise durchführbar ist. Der Vorstand der St. Laurentius Junggesellenschützen trägt diese Entscheidung mit und befürwortet ebenfalls eine Verschiebung des großen Schützenfestes auf 2022. Die Schützen werden im nächsten Jahr das Gespräch mit den Gastgebern des Trinkzuges suchen, um hier eine praktikable Lösung zu finden.

Ein Nebeneffekt der Verschiebung ist, dass im Jubiläumsjahr 2028 zum 625jährigen Bestehen der Sankt Sebastianus Bürgerschützen ein großes Schützenfest mit Trinkzug stattfinden würde. Natürlich wollen die beiden Ahrweiler Schützengesellschaften ihrer Verantwortung gerecht werden und behalten die Gesamtentwicklung im Auge. Auch wenn die Zukunft im Ungewissen liegt, ist der Verwaltungsrat davon überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und hofft auf das Verständnis der Schützenbrüder und der Bevölkerung.

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Schützen bitten um Beflaggung

ahrweiler-innenstadt

Corona-Zeiten, schwierige Zeiten!

Wenn auch in diesem Jahr die Ahrweiler Schützen nicht wie gewohnt Fronleichnam und Schützenfest feiern können und die Uniformen im Schrank bleiben müssen, so sollte doch unsere Vaterstadt ihr Festtagskleid anlegen!

Es wäre eine schöne Geste des Zusammenhalts und der Lebensfreude, wenn die Bevölkerung ab Dreifaltigkeits-Sonntag, 07. Juni, bis zum Sonntag nach Fronleichnam, 14. Juni 2020, ihre Häuser beflaggen könnten, ebenso zum „ausgefallenen" Aloisiusfest vom 20. -21.Juni 2020.

Die Schützen möchten sich schon jetzt bei allen bedanken, die auf diese Weise mithelfen, daran zu erinnern, das auch wieder bessere Zeiten kommen werden!

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Schützenfest 2020 abgesagt!

Titelbild_Abgesagt

Liebe Schützenbrüder!

Die Bundesregierung hat entschieden, dass aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 31.08.2020 alle Großveranstaltungen untersagt sind. Ebenso hat das Bistum Trier alle bis zum 31. August 2020 geplanten Veranstaltungen wie z. B. Pfarrfeste und Fronleichnams-prozessionen abgesagt. Unter den gegebenen Umständen sind auch unsere weiteren Aktivitäten rund um das Fronleichnamsfest wie Festkommers, Schützenball am Freitag etc., nicht durchführbar.

Der Verwaltungsrat hat sich daher nach eingehender Beratung dazu durchgerungen, unser diesjähriges Schützenfest abzusagen. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit dieser Entscheidung auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden.

Auch mit dem Thema „Jahresbeitrag" hat sich der Verwaltungsrat beschäftigt. Der Gesellschaft entstehen durch den Ausfall der diesjährigen Schützenfestfeierlichkeiten geringere Kosten. Daneben wollen wir aber auch dem Umstand Rechnung tragen, dass für manchen Schützenbruder in den jetzt ungewissen Zeit der Einzug des Jahresbeitrags von 85 € zum 1. Mai nicht gelegen kommt. Deshalb hat der Verwaltungsrat gleichfalls entschieden, den Jahresbeitrag 2020 um 25 € auf 60 € zu senken und diesen erst zum 1. August diesen Jahres einzuziehen.

Unsere Gesellschaft hat in ihrer über 600jährigen Geschichte schon so manchen Sturm überstanden. Wir werden mit Gottes Hilfe auch diese Prüfung gemeinsam durchstehen!

Bleiben wir zuversichtlich und freuen uns noch auf viele gemeinsame Stunden! Sie werden kommen! Bis dahin: bleibe gesund!

Mit Schützengruß


Der Verwaltungsrat

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50 Jahre Leutnantsglied der St. Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft

50 Jahre Leutnantsglied der St. Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft
Festkommers im Bürgerzentrum

Am Samstagabend (3.10.2015) feierte das Leutnantsglied der St. Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft sein 50-jähriges Bestehen. Gerade einmal 50 Jahre scheint keine große Sache zu sein vor dem Hintergrund, dass die Bürgerschützen bereits auf eine mehr als 600 Jahre zählende Historie zurückblicken können. Aber die Neugründung des Leutnantsgliedes durch 36 junge Männer im Jahre 1965 hatte eine große Bedeutung und Auswirkungen bis zum heutigen Tage. Denn sie leitete die Demokratisierung der Traditionsgesellschaft ein und sicherte damit ihre Zukunft.

Aus 208 Bürgerschützen im Jahre 1964 sind heute über 700 Mitglieder geworden. Von Nachwuchssorgen spricht hier niemand mehr und das damals als „Rebellencorps" bezeichnete Leutnantsglied hat daran großen Anteil. In dieser Hinsicht waren sich alle Redner beim Festkommers im prächtig geschmückten Bürgerzentrum in Ahrweiler einig. Die abendliche Feier begann im Anschluss an den Gottesdienst, der von Dechant Jörg Meyrer in der St. Laurentiuskirche zelebriert wurde. Zugführer Ralf Wershofen begrüßte die Schützenbrüder und ihre Damen, nachdem er eine lange Reihe von Ehrengästen persönlich willkommen geheißen hatte. Besonders freute er sich darüber, dass 13 Gründungs- mitglieder gekommen waren, außerdem fünf Witwen von Gründern. „Ohne euch gäbe es die Bürgerschützern heute wohl nicht mehr", vermutete er, „ihr habt mitgeholfen, die Schützen zukunftsfähig zu machen."

Wie Hans-Georg Klein später am Abend in seiner Festrede ausführte hatten die jungen Männer damals eine ganze Reihe von nie gehörten, revolutionären Vorstellungen. Denn in den 1960er Jahren waren die Ahrweiler Schützen noch eine sozial undurchlässige Organisation. Die Klassenzugehörigkeit war unter anderem an den Mitgliedsbeiträgen, an den Uniformen und an der Bewirtung zu erkennen. Im früheren Leutnantsglied, welches traditionsgemäß für die Tagelöhner, Arbeiter und Kleinhandwerker offenstand, wurde statt Schützenwein Bier ausgeschenkt. Ein Mitspracherecht gab es nicht. Entsprechend schockierend wirkte die Forderung der 36 jungen Ahrweiler Männer, als geschlossene neue Einheit den Bürgerschützen beizutreten und ihren Offizier selber zu bestimmen. Letztendlich setzten sie sich durch. Bei derart gravierenden Nachwuchsproblemen konnte man 36 potentielle Neumitglieder wohl doch nicht so einfach abweisen. Zähneknirschend stimmten die Entscheidungsträger im Verwaltungsrat der Aufnahme zu. Und laut Klein wurden neben der Neugründung noch weitere Punkte erreicht: gleiche Uniformierung und gleicher Beitrag für alle Schützenbrüder, Aufzug aller Bürgerschützen - bis dahin nur Elitecorps und Königsglied - beim Vogelschießen, Vorschlagsrecht des Zuges bei der Wahl seines Offiziers. Albert Friedrich war der erste Zugführer. Sein Nachfolger Hans Fuhs, war zwei Jahrzehnte im Amt. Während seiner Zeit wuchs der Zug auf 120 Mann. 2008 wurde dann der jetzige Zugführer Ralf Wershofen gewählt. Bis heute haftet dem Leutnantsglied der Name „Rebellencorps" an. „Zwei ehemalige Rebellen haben es sogar bis zum König gebracht", wusste Wershofen. 1990 wurde Corpsmitglied Pit-Jupp Monreal König der Ahrweiler Bürgerschützen, 2003 Edmund Flohe.

Hauptmann Willi Busch würdigte die unbequemen jungen Männer von 1965: „Die damaligen Schützenbrüder hatten einen Blick für die Zukunft mit ihren demokratischen Neuerungen. Heute zählen die Ahrweiler Bürgerschützen über 700 Mitglieder, und alle sind dankbar für die Neugründung." Stadtbürgermeister Guido Orthen meinte gar: „Diese kleine Revolution hat mehr für das Schützenwesen getan als alle Sponsoren und Aktionen. Mit Courage haben 36 junge Männer viel Staub aufgewirbelt und alte Zöpfe abgeschnitten." Denn auch für das Brauchtum gelte, dass bisweilen neue Wege gegangen werden müssen um das zu bewahren, was zu bewahren lohnt. „Den Mut zum Wandel feiern wir hier heute Abend mit dem Leutnantsglied. Lasst weiter Veränderung zu, bleibt immer authentisch und offen!", lautete der Appell des Bürgermeisters. Als Geschenk hatte er ein paar Flaschen Wein der Marke „Rebellenblut" mitgebracht. Die kleine Revolution im Jahre 1965 sei die Einleitung gewesen für die Demokratisierung der Schützen, sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Die stünde heute da als eine der Zukunft zugewandte Gesellschaft und als eine Wertegemeinschaft. „Werte müssen gelebt werden", mahnte der Landrat weiterhin Hilfe und Unterstützung auch für die Kriegsflüchtlinge an. Dechant Jörg Meyrer dankte den „Rebellen" für ihren Mut. „Sie haben gezeigt: Traditionen müssen lebendig gehalten werden." Auch Vertreter der anderen Gesellschaften sowie Burgundia Theresa Ulrich überbrachten Glückwünsche.

Live-Musik spielte die PJG-Bigband. Zugführer Ralf Wershofen fasste in einem Beispielbild zusammen, was die 1965er Rebellion dauerhaft verändert hat und was für ihn heute den Schützengeist widerspiegelt: „Bei unseren Anlässen sitzen Jung und Alt, Schützenbrüder quer durch alle Berufsgruppen zusammen und verbringen gesellige Stunden miteinander. Verbunden durch wahren Bürgersinn."
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