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Aktuelles

Begrüßungsabend der neuen Mitglieder

Begrüßungsabend der neuen Mitglieder

Der Begrüßungsabend der neuen Mitglieder kurz vor Schützenfest ist mittlerweile zur liebgewordenen Tradition geworden. Am Freitag, dem 19. Mai 2017 begrüßte Hauptmann Jürgen Knieps gemeinsam mit der Majestät Willi Busch und einigen Schützenbrüder des Verwaltungsrates im Haus der Schützen die neuen Mitglieder, die seit dem Schützenfest 2016 zu den Bürgerschützen dazu gestoßen sind. Archivar und Ex-König Hans-Georg Klein übernahm die Aufgabe in einem kurzweiligen Vortrag über die lange Geschichte unserer Gesellschaft zu berichten. Die neuen Mitglieder, die mit sehr unterschiedlicher Vertrautheit zu unseren Tradition zu den Bürgerschützen gekommen sind, wurden von Hans-Georg Klein mit den Abläufen und den Hintergründen des nun bald kommenden Schützenfestes vertraut gemacht. Es war eine gute Gelegenheit des Kennenlernens und für einige neuen Mitglieder der erste positive Kontakt mit unserem eigenen Schützenwein.

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Ganz anders als all die anderen Schützen ...

Ganz anders als all die anderen Schützen ...

Hans-Georg Klein referierte über das Besondere am Ahrweiler Schützenwesen

Was in der Kreisstadt als „normal" empfunden wird, ist eigentlich außergewöhnlich. Gemeint sind die Eigenarten des Schützenwesens, dass die Ahrweiler Grünröcke doch stark von anderen organisierten Schützenvereinen und –gesellschaften unterscheidet. Am Montagabend vergangener Woche referierte Hans-Georg Klein über die kleinen und großen Unterschiede. Gut 20 Gäste waren der Einladung des Heimatvereins ins Ahrweiler Haus der Schützen gefolgt. Dabei waren auch aktive Schützen aus der Rotweinmetropole, denen der Chronist wohl nicht viel Neues erzählen konnte und für die der Inhalt des Vortrags mit dem Namen „Die geheimnisvollen Ahrweiler Schützengesellschaften" gar nicht so geheimnisvoll war. Interessant war es aber allemal, Einzelheiten über das Entstehen und die Geschichte gerade der St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft zu hören. Zum Beispiel, dass diese irgendwann, wahrscheinlich zwischen 1390 und 1420 gegründet wurde. Das heute propagierte Gründungsjahr 1403 sei schlichtweg erfunden worden, weil man im Jahr 1903 eine pompöse 500-Jahr-Feier begehen wollte. Die Gründung fiel in die Zeit, als das Schützenwesen nach und nach das Ritterwesen ablöste. Die folgenden Jahrhunderte brachten viele Veränderungen mit sich. So genossen die Ahrweiler Bürger um die Gründungszeit viele Privilegien, beispielsweise gab es Steuerbefreiungen. Natürlich kämpften die Schützen auch, bis sie 1632 bei der versuchten Verteidigung von Linz gegen die Schweden eine empfindliche Schlappe hinnehmen mussten. Es war der letzte Kriegszug Ahrweiler Schützen, die übrigens bis zum Verbot der Bruderschaften durch den Bischof von Trier im Jahr 1825 auch Frauen und Kinder in ihren Reihen hatten. Später entwickelten sich dann Strukturen, die bis heute ähnlich geblieben sind. Nur waren die Abteilungen verschiedenen Bevölkerungsschichten vorbehalten. Ins Königsglied durfte die Obrigkeit. Handwerker fanden sich im Hauptmannsglied wieder, Winzer im Elitecorps. Für Knechte und Gesellen gab es das Leutnantsglied. Bis ins Jahr 1965 wurde nach Berufsstand sortiert, erst seit gut 50 Jahren sind die heute neun Züge bunt gemischt.

Dass die Ahrweiler Schützen einst zur Bewachung der Stadtmauer dienten, ist eine der Legenden, mit denen Klein aufräumte. Rund 80 Mann für 1.600 Meter Mauer seien lächerlich. Und dass dem Fähnrich bei einem Böllerunfall 1839 beide Beine weggerissen wurden und er aus einem Oberschenkelknochen in filigranes Kreuz schnitzte, stellte der Chronist auch in Frage. Zwar kann das Kreuz heute noch besichtigt werden, der Fähnrich aber hatte sein Amt noch 14 weitere Jahre inne. Der Verlust beider Beine war zu dieser Zeit jedoch einem Todesurteil gleichzusetzen.

Dass sich das Ahrweiler Schützenwesen von anderen Schützen stark unterscheidet, ist an gut einem halben Dutzend Fakten auszumachen. So gibt es in der Stadt gleich drei Schützengesellschaften, für Kinder, Junggesellen und Bürger. Es gibt in Ahrweiler keine sportlichen Vergleiche und damit auch nicht die Fülle von Verpflichtungen, die es anderen Vereinen schwer macht, ihre Mitglieder bei der Stange zu halten. Die Ahrweiler Schützen treten häufig in ihren Uniformen, die eigentlich Schützentrachten sind und „bewaffnet" mit Holzgewehren auf. Diese Gewehre können auch schon Mal umfallen, ohne dass ein Schaden entsteht. Die Brust voller Orden und Ehrenzeichen haben die Ahrweiler Schützen ebenfalls nicht, maximal drei Orden der drei Gesellschaften trägt jedes Mitglied an der Uniform. Der Schützenkönig schießt zwar in der Regel alle drei Jahre den Vogel von der Stange, gekürt wird er jedoch bereits im Vorfeld durch den Verwaltungsrat. Und nach dem Königsschuss erfolgt ein historischer Trinkzug. Ebenfalls ein Merkmal des Schützenwesens in Ahrweiler: Es sind ausnahmslos Männer Mitglied der Gesellschaft. Und die St. Sebastianus-Bürgerschützen sind auch noch Winzer, und wahrscheinlich weltweit die einzigen Schützen mit eigenem Weinberg und eigener Weinherstellung. Der Schützenwein, den es aktuell in drei Sorten gibt, wird den Mitgliedern zu Festen kostenlos kredenzt. Probieren konnten die guten Tropfen am Montagabend aber auch die Besucher des kurzweiligen Vortrags, der für so manch einen schon eine gelungene Einstimmung aufs nahe Schützenfest war.

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Tambourcorps übergab Spende

Tambourcorps übergab Spende

Zum Auftakt des 140-jährigen Jubiläums der Dr. Karl von Ehrenwall'schen Klinik waren am 22. März 2017 viele Freunde der Tambourmusik zu einem Benefizkonzert in den großen Tagungsraum der Klinik gekommen. Die Musiker spielten an dem Abend einen bunten Strauß ausgesuchter schmissiger Marschmusik. Der Erlös des Konzertes sollte dem Förderverein der Klinik zu Gute kommen. 

Stolze 600 € waren bei der Spendensammlung zusammengekommen. In einer kleinen Feierstunde überreichte der Tambourmajor Jürgen Schmitz und der König der Bürgerschützen einen symbolischen Scheck über diese Summe an die Vorsitzende des Fördervereins Birgit Bertram. Sie richtete besondere Dankesworte an Jürgen Schmitz, stellvertretend für alle Spielleute und betonte, dass die Spende für Patienten im Freizeitbereich innerhalb des Klinikaufenthaltes eingesetzt würde. Bei der Spendenübergabe waren auch Vertreter vom Förderverein und vom Zugbeirat des Tambourcorps der Bürgerschützen mit dabei.

Auch der König der Gesellschaft, Willi Busch, dankte den Spielmännern des Tambourcorps, dass sie seit vielen Jahren einmal jährlich ein Konzert für einen guten Zweck durchführen. Zur Erinnerung an das schöne Konzert überreichte Werner Schüller als Mitorganisator seitens des Tambourcorps eine Erinnerungsurkunde an die Vorsitzende Birgit Bertram. Die Urkunde soll im Hause Ehrenwall jetzt einen würdigen Platz finden.

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Bürgerschützen auf Fußwallfahrt

Bürgerschützen auf Fußwallfahrt

Seit dem Bundesschützenfest 2007 in Ahrweiler ist es eine gute Tradition geworden, dass wir als Bürgerschützen vor Schützenfest zur Wallfahrt gehen. Damit wollen wir als Gesellschaft, aber auch jeder einzelne Pilger selbst, das Bekenntnis zum christlichen Glauben abgeben. Es ist ein äußeres Zeichen unserer Werte, auf denen unsere Bürgerschützen-Gesellschaft fußt. Am Freitag, dem 5. Mai 2017 machten sich fast 30 Schützen auf, um im gemeinsamen Gebet und in der gemeinsamen Reflexion besondere Anliegen in den Mittelpunkt zu nehmen. Nach einer Statio zur Einstimmung in der St. Laurentius-Kirche wurde unter der Impulsgebung von Präses Dechant Jörg Meyrer der Völkerverständigung am Weltjugendtagskreuz gedacht, der Weltfrieden stand am ehemaligen Regierungsbunker im Mittelpunkt. Die Veränderungen in der Kirche wurden deutlich am Ende des geistlichen Weges auf dem Kalvarienberg. Hier besuchten wir ein letztes Mal die Ursulinenschwestern, die Ende Juni den „Berg" verlassen werden. Unser Gebet soll die Schwestern und die vielen Veränderungen, denen wir als Kirche und auch in der Zivilgesellschaft entgegengehen, stärken.

Zum Anschluss ging es dann in das Haus der Schützen, wo nach alter Sitte bei Wein und Brötchen die kurze Pilgerreise seinen gemeinschaftlichen Abschluss fand. Auf vielfachen Wunsch der Pilgerteilnehmer geht es im kommenden Jahr wieder zum Apollinarisberg nach Remagen.

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Tambourcorps spielte für guten Zweck

Tambourcorps spielte für guten Zweck

Das diesjährige Benefizkonzert des Tambourcorps der Ahrweiler Bürgerschützen fand zum Auftakt des 140-jährigen Jubiläums der Ehrenwall'schen Klinik dort im großen Tagungsraum statt. Der Erlös soll dem Förderverein der Klinik zu Gute kommen.

Zu Beginn begrüßte der Hausherr Dr. Christoph Smolenski die Spielleute, die zahlreichen Besucher und als Ehrengäste die Ahrweiler Burgundia Irena Schmitz, MdL Horst Gies, Bürgermeister Guido Orthen, Schützenhauptmann Jürgen Knieps und Schützenkönig Willi Busch und dankte allen für ihr Kommen. Besonders freute er sich, dass in diesem Jahr der Erlös dem Förderverein der Klinik zur Verfügung gestellt werde. Er betonte, wichtige Ziele des Vereins seien:

Die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege insbesondere unter Berücksichtigung psychisch Kranker, sowie die Förderung mildtätiger Zwecke insbesondere unter Berücksichtigung psychisch Kranker.

Im Anschluss stellte der Chef der Bürgerschützen, Hauptmann Jürgen Knieps, den Anwesenden die St. Sebastianus- Bürgerschützen Gesellschaft Ahrweiler kurz vor. Er dankte den Spielmännern unter Leitung von Jürgen Schmitz, dass sie seit vielen Jahren einmal jährlich ein Konzert für einen guten Zweck durchführen. Das Corps sei in den letzten Jahren auf 38 Musiker angewachsen. Außer der Begleitung bei Aufmärschen der Bürgerschützen bringe das Tambourcorps auch im Konzertbereich herausragende Leistungen.

Verbundenheit zum Hause Ehrenwall

In seinen einleitenden Worten betonte Jürgen Schmitz die enge Verbundenheit der Schützen zum Hause Ehrenwall. Denn im Frühjahr 1883 trat Dr. Karl von Ehrenwall dem Königsglied der Ahrweiler Bürgerschützen bei, deren König er 1892 wurde. Außerdem war er Mitbegründer des Bundes der historischen Schützen und lange Zeit deren Bundesschützenmeister. Studiendirektor Johannes Roth, ein Mitglied der Familie, war viele Jahre Chronist der Gesellschaft. Dr. Otto Smolenski wurde 1981 König der Gesellschaft und führte mehrere Jahre deren Chronik. Dr. Christoph Smolenski ist bis heute Vorsitzender des Königsgliedes.

Die Musiker spielten an dem Abend zur Freude der Zuhörer einen bunten Strauß ausgesuchter schmissiger Marschmusik.

Geschichte und Bedeutung der Musikstücke erläutert

Zu den einzelnen Musikbeiträgen gab der Tambourmajor Jürgen Schmitz treffende Erläuterungen über die Geschichte und die Bedeutung der einzelnen Musikstücke.

Als erstes Stück kam der Marsch Regimentsgruß zur Aufführung. Dieser Marsch ist ein Militärmarsch der beim Einzug der Truppenfahne bei öffentlichen Auftritten bei der Bundeswehr gespielt wird. Er sollte an dem Abend seitens der Spielleute als Gruß an die Familie Smolenski, an die Mitarbeiter, an die Ehrengäste und an die Zuhörer verstanden werden, so der Tambourmajor Jürgen Schmitz.

Auch der CanCan gehörte zum Programm

Zur weiteren Aufführung kamen u.a. der Marsch Preußens Gloria, der Kronprinz Marsch, Mit Spiel voran, Hoch Heidecksburg, Frei Weg, Mars de Medici und Alte Kameraden. Dass die Männer des Tambourcorps außer Marschmusik auch andere Musikstücke beherrschen, zeigte die musikalische Aufführung des berühmten Tanzes CanCan aus der Operette Orpheus in der Unterwelt von Jacques Offenbach.

Gerne gaben die Zuhörer nach dem Konzert ihr Scherflein für den guten Zweck.

Nach drei Zugaben dankte Dr. Christoph Smolenski für den gelungenen Abend und bemerkte, dass es noch weitere Verbundenheit des Hauses Ehrenwall zum Tambourcorps gebe, denn zwei Mitarbeiter und der Patientenfürsprecher der Klinik spielen bei dem Tambourcorps mit. Beim anschließenden geselligen Umtrunk fand der Abend seinen Abschluss.

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