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Geschichte

 Timeline Faden
 1632

 

  Am 2. Februar bringen Bürgermeister Develich, Anton Alden, Wilhelm Streifeld und Caspar Mesenich 1000 Reichstaler, die der Pastor von Sinzig, Christian Vetter, der Stadt geliehen hat, nach Ahrweiler. Drei Schützen begleiten sie. Morgens vor dem Abmarsch erhalten die Schützen 10 Al-bus für die Kost. Sie trinken dabei 1 Quart Wein. In Sinzig verzehren die Schützen für 1 Gulden 12 Albus. Als Lohn erhält jeder Schütze 3 Mark. Am Abend halten sechs Personen Mahlzeit, jede Mahlzeit zu 11 Albus. Es werden dabei 9 Quart Wein getrunken.
D. Walmerodt aus Rheinbach hat der Stadt Geld geliehen. Als der Baumeister das geliehene Kapital zurückbringt, begleiten ihn der Stadtdiener und drei Schützen. Morgens vor dem Abmarsch verzehren sie für 1 Gulden 8 Albus. In Rheinbach belaufen sich die Verzehrkosten auf 4 Gulden. Abends nach der Rückkehr verzehren sie für 3 Gulden. Jeder Schütze erhält seinen Lohn.
Am 12. August ist Bürgermeister Stoll in Mayen. Bei der Rückkehr nehmen ihm zwei Reiter mit Gewalt den Hut ab. Fünf Schützen gelingt es, den Hut wiederzubekommen. Der Bürgermeister zahlt jedem 17 Albus.
Am 30. Oktober nehmen die Schweden kampflos die Stadt Linz ein, obwohl die Stadt u.a. von Bürgerschützen aus Ahrweiler, Bonn, Rheinbreitbach und Unkel verteidigt wird. Am 21. November werden die Ahrweiler Schützen gegen Zahlung eines Lösegeldes von 450 rtlr, das zwei schwedische Soldaten in Ahrweiler geholt haben, aus der Gefangenschaft entlassen. Das Geld stammt offensichtlich nicht aus der Stadtkasse, sondern denkbar ist, dass für das Lösegeld, Kleinodien der Bruderschaft „versilbert“ wurden. Diese 450 rtlr entsprachen 11,7 kg Silber.
 

 

 Timeline Faden
 1634

 

  Aus jeder Hut sollen vier bequeme [= geeignete] Personen als Schützen ausgewählt werden. Beschluss vom Dienstag, dem 11. Juli. Die St. Sebastianusschützen von Ahrweiler sind 1632 zur Verteidigung von Linz gegen die Schweden dort gewesen. Nachdem sich Linz ergeben hatte, wurden die Schützen nach Abnahme der Gewehre und der Zahlung eines Lösegeldes nach Hause geschickt. Nun bitten die Schützen den Rat, die verloren gegangenen Gewehre zu ersetzen (14. Juli).  

 

 Timeline Faden
 1635
 
  Verschiedentlich tagt der Rat auf dem Schützenhaus.  
     
 Timeline Faden
 1637

 

  Ratsbeschluss vom 15. Mai: Für Sonntag sollen die Hutenmeister die Nachbarschaften vorbescheij-den und etliche Schützen zur Abhaltung streifender Rotten ansetzen.  

 

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 1653

 

  Die Stadt Ahrweiler stiftet einen vergoldeten silbernen Vogel für unsere Schützenkette. Im Schnabel hält der Vogel an einem Ring einen Schild mit dem gravierten Ahrweiler Stadtwappen auf der Vorderseite und der Widmung: „Dero Stadt Arwyller 1653“. In diesem Jahr wurde auch wieder ein Schützenfest gefeiert. Obwohl sie keine weitere militärische Bedeutung für die Verteidigung der Stadt mehr hat, steht sie in hohem Ansehen.  

 

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 1656

 

  Auf der Ratssitzung am 3. Mai teilt der Bürgermeister mit, die Jeulchsche hätten mit der Ausgrabung eines neuen Teiches auf Ahrweiler Gebiet begonnen. Der Streit eskaliert als die von Ahrweiler den Teich wieder zuwerfen. Darauf beschlagnahmt der Wadenheimer Richter das Ahrweiler Korn, das auf Neuenahrer Gerechtigkeit wächst. Der Kurfürst befiehlt nun, dieselbe Menge Korn der Wadenheimer zu beschlagnahmen. Dazu sollen die Ahrweiler ihre Schützen aufbieten.  

 

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 1680

 

  Am 20. Januar, auf Sebastianustag, wird für die Herren Schützen für 6 Gulden Wein geholt.  

 

Timeline Faden 
 1682

 

  Am 12. Oktober trägt der Bürgermeister dem Rat vor, dass die Schützen vorgestern ein Reh geschossen hätten.  

 

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 1684

 

  Bürgermeister Stoll bringt am 9. November im Rat vor, dass die Schützen im Wald ein Reh geschossen hätten. Er will es ihnen im Namen der Bürgerschaft verehren. Der Rat beschließt aber, dass eine Hälfte des Rehs Herr Peter Alexander Bossart (Lic. jur. utr., kurk. Hof- u. Regierungsrat, Geh. Rat, Kanzler zu Paderborn u. Münster) wegen des Prozesses gegen die Vikare und die andere Hälfte versprochenermaßen Frau Aldenhoven (Gläubigerin der Stadt) erhält. Der Stadtdiener soll das Reh nach Bonn bringen.  

 

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 1688

 

  Die Schützen haben ein Reh erlegt. Der Rat beschließt am 7. Februar, die eine Hälfte dem Hofrat Bossart und die andere Hälfte Dr. Dierath, dem Syndikus der Stadt, zu verehren.  

 

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 1700

 

 

Am 4. Juni beklagt sich Hans Jakob Engels vor dem Rat, ihm werde fälschlich vorgeworfen, er habe ein Bockßfeldt abgethan. Obwohl er unschuldig sei, werde er nicht mehr zur St. Sebastianus-Bruderschaft zugelassen. Weil die Unschuld von Hans Jakob ersichtlich ist und seine Frau vielleicht hierin peccirt [geirrt] hat, darf er wieder an der Bruderschaft teilnehmen. Die Junggesellen erhalten vom Rat ein Ohm „drancks“, und den „Herren Schützen“ verehrt der Rat ein halbes Ohm Wein.

 

 

 
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 1701

 

  Zu Fronleichnam stiftet der Rat den „Herren Schützen“ ein Ohm und den Junggesellen ein halbes Ohm Wein.  

 

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 1703

 

  Am Donnerstag, dem 26. April, nach dem Tod des Schützenmeisters Herrn Baumeisters Michael Alden, wählt der Rat Gerhard Schopp in dieses Amt.  

 

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 1705
 
  Die hiesigen Schützen haben drei Rehe geschossen. Der Rat beschließt am Montag, dem 12. Januar, dem Generaleinnehmer, dem Generalkommissar von Bernsau und dem Herrn Hofrat Eschenbrender je eins zu verehren.  
     
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 1708

 

  Als der Vogel aufgesetzt wird, werden zur Auslösung der „Hacken“ [= Böller] 2 Pfund Pulver gekauft. Die Schützen erhalten aus diesem Anlass 6 Quart Wein und Weißbrot. Beim Königsschuss tritt der Gerichtsbote als Vertreter des Landesherrn auf und gibt offiziell die Schießbahn frei. Dafür erhält er zwei Quart Wein. Über den Auftritt des Gerichtsboten wird auch in weiteren Jahren berichtet. Zu Ehren des neuen Königs werden die beiden „Stücke“ von den beiden Constabileren, das sind städtische Kanoniere, abgefeuert. Auch an allen Fronleichnamsfesten werden die Kanonen abgeschossen. Die städtischen Rechnungen berichten bis 1794 von den Ausgaben für die Kanoniere beim Reinigen und Abfeuern der „Stücke“. Die Kanonen standen auf dem Kanonenturm, der bis dato „Henkersturm“ hieß und erst durch diesen Brauch „Kanonenturm“ genannt wird. Der Rat verehrt dem neuen König vier Viertel Wein, den dieser den „Herren Schützen zum Besten“ gibt. Die Schützen selbst erhalten vom Rat noch einmal ein Ohm vier Viertel Wein. Der Junggesellen verehrte der Rat ½ Ohm Wein, weil sie „zu Lob und Ehr Gottes“ der Prozession beigewohnt haben.  

 

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 1715

 

  Der Rat verehrt den „Herren Schützen“ 1 ½ Ohm Wein. Der Wein wird in zwei Fässern angeliefert, das sind aber 1 ½ Ohm und ein Viertel. Die Junggesellen erhalten 15 Viertel Wein. Am Freitag nach Fronleichnam werden für die hiesige Bürgerschaft, Rat und Offiziere auf dem Bürgerhaus 66 Quart Wein vom besten verabreicht, daneben, Butterplätzchen und Bretzel. Wer in diesem Jahr König geworden ist, ist nicht bekannt.  

 

 Timeline Faden
 1716

 

  In diesem Jahr findet wieder ein Vogelschießen statt. Am 26. Mai wird der Vogel aufgesetzt. das kostet die Stadt 5 Quart Wein, für 5 alb Weißbrot und 1 Pfund Pulver für die Böller. Der Leiendecker erhält 12 alb Lohn. Bürgermeister und Rat verehren den Schützen zwei Viertel Wein und für 20 alb Weißbrot.  

 

 Timeline Faden
 1718

 

  In diesem Jahr findet erneut ein Vogelschießen statt. der Name des Königs ist nicht bekannt. Der Rat verehrt den „Herren Schützen“ wegen ihres „zu Lob und Ehr Gottes getanen Aufzugs“ ein Ohm vier Viertel Wein.  

 

Timeline Faden 
 1722

 

  Bürgermeister Johann Philipp Gruben verehrt dem neuen Schützenkönig 13 Gulden für den gelungenen Vogelschuss. Bei der Revision der Baumeister-Rechnung des Baumeisters Hans Wilhelm Nagel im Jahre 1733 wird dieses Geschenk im Rat moniert.  

 

 Timeline Faden
 1723

 

  Am 8. Mai wird der Vogel aufgesetzt. Offensichtlich fällt er nicht durch einen Schuss. Weil der Vogel ganz „durchphalt“ gewesen sei, habe er wieder vom Ahrtor abgenommen werden müssen. Als der Schützenwein abgestochen wird, werden zwei Quart Wein verzehrt. Die Schützen und die Junggesellen erhalten vom Rat je ein halbes Ohm Wein. Ferner werden für die Schützen weitere 39 Kannen Wein von der Ratsstube geholt.  

 

 Timeline Faden
 1725

 

  Mittwoch, den 19. Dezember: Merten Sander schuldet der Stadt noch die Steuern. Seine Frau verweigert die Bezahlung. Als der Baumeister sie pfänden will, stößt sie im Beisein ihres Mannes den Baumeister in eine Bütte. Sander ergreift ein Feurbrandt [angebranntes Stück Holz] und droht damit dem Baumeister und dem Stadtdiener Schläge an. Vorbehaltlich der Strafe durch den Kurfürsten verurteilt der Rat den Sander zu einer Strafe von 2 rtlr, zahlbar binnen 24 Stunden. Wenn das Geld dann nicht bezahlt ist, soll unter Mithilfe der Schützen eine Zwangsmaßnahme durchgeführt werden.  

 

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 1726

 

 

Dem Rat ging die Nachricht zu, dass ein Herr Marx (Hermann Josef Marx, geb. 1704 in Köln) mit einem apostolischen Notar aus Köln hier angekommen ist. Sie haben zwei auswärtige Zeugen mitgebracht, um sich in den Besitz der Vikarie St. Sebastian zu setzen. Bürgermeister Heinrich Develich und Wilhelm Ernst Herrestorff werden beauftragt, mit dem hiesigen Pastor zu sprechen, damit dieser den Schützen erlauben wolle, auf dem Kirchhof Stellung zu beziehen, um dem Herrn Marx und dem Notar den Zugang zur Kirche zu verwehren. Ferner möge der Pastor dafür sorgen, dass heute und morgen zu den Gottesdiensten nur eine Tür geöffnet wird. Develich soll dem Pastor wegen dessen Schwerhörigkeit und des hohen Alters schriftlich mitteilen, von einer Einsetzung Marxens abzusehen.