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Aktuelles

Spende für Ahrweiler Tafel

Spende für Ahrweiler Tafel

​Zu ihrem traditionellen Patronatsfest hatten die Bürgerschützen in Ahrweiler zum ersten Mal einen eigenen Wortgottesdienst mit „Opfergang" gestaltet. Und die Mitglieder der Bürgerschützen brachten ihr persönliches „Geldopfer" zum Altar. 750 Euro zugunsten der Tafel-plus-Projekte konnten die Bürgerschützen Ahrweiler jetzt mit ihrem Hauptmann Jürgen Knieps und vier weiteren Schützen der „Ahrweiler Tafel" überreichen. Ruth Therhaag, die sich bei der Tafel ehrenamtlich in der Bürogruppe von Ahrweiler engagiert, und Caritas-Mitarbeiterin Mechthild Haase nahmen die Spende dankbar entgegen und gaben einen Überblick über Organisation, Ablauf und vor allem über die Angebote der „Tafel plus". Mechthild Haase: „Mit unseren Tafel plus-Projekten unterstützen wir Menschen, ihr Leben auch ohne Tafel eigenständig zu meistern. Angebote für Kinder hält die Tafel plus ebenfalls bereit. Wir freuen uns sehr über Ihre Spende, vielen Dank dafür!"

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Patronatsfest 2016

Patronatsfest 2016
Jürgen Knieps tritt die Amtsnachfolge von Willi Busch an.

Das Patronatsfest der St.-Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft begann diesmal etwas später als üblich und wurde vom neuen Hauptmann der Gesellschaft, Jürgen Knieps, geleitet. Gewählt wurde er im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vor Beginn des Patronatsfestes im Ahrweiler Bürgerzentrum. Bei der geheimen Wahl waren 319 Schützen stimmberechtigt, von denen gaben 315 tatsächlich ihr Votum ab.

Knieps war der einzige Kandidat und das Ergebnis war mit 294 Ja-Stimmen eindeutig. Zwei ungültige Wahlzettel wurden abgegeben, es gab fünf Enthaltungen und 14 Nein-Stimmen.

Damit übernimmt der 1959 in Ahrweiler geborene Jürgen Knieps die Amtsnachfolge von Willi Busch, der seit dem vergangenen Jahr König der Gesellschaft ist und sein Hauptmannsamt niedergelegt hat. Mit Jürgen Knieps haben die Ahrweiler Bürgerschützen nun für die kommenden zehn Jahre ein neues Gesicht. Aber den Schützen und auch den anderen Kreisstädtern ist der engagierte Schützenbruder wohlbekannt. Von 1980 bis 1986 war er Vorstandsmitglied bei den St. Laurentius Junggesellenschützen, zuerst als Kassierer und schließlich als Hauptmann.

1996 trat er in die Ahrweiler St.-Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft ein. Hier wurde der Berufsbanker 2010 zum Schatzmeister gewählt. Nach seiner Wahl zum neuen Hauptmann bedankte sich Knieps bei den Schützenbrüdern für das große Vertrauen, das man ihm mit einem solch breiten Votum geschenkt habe. Er bat auch jene um ihre Unterstützung, die „vielleicht etwas skeptisch sind, ob der rebellische Hauptmann aus der Junggesellenzeit nun am richtigen Platz angekommen ist." Die Zeit habe ihn und die Gesellschaft verändert und neu geprägt, damit die Traditionen weiterhin in die Zeit passen. In diesem Sinne dankte er auch seinem Vorgänger Willi Busch. Der habe in seinen 12 Amtsjahren die Schützengesellschaft erfolgreich durch den bedeutenden Demokratisierungsprozess geleitet.

Hauptmann Knieps leitete dann über zum zweiten Teil des Abends und eröffnete das Patronatsfest. In seiner Eröffnungsrede sprach er unter anderem die verbreitete Zukunftsangst vieler Menschen in Deutschland an. Trotz aller offenkundigen Probleme solle man doch die positiven Seiten des Alltags nicht übersehen: „Wir wissen uns hier in unserer Heimat unter Menschen, die uns Halt und Stärke geben, wir leben in einer Umgebung, die uns Geborgenheit gibt und wir sind Teil einer christlichen Gemeinschaft, eines Glaubens, dem Hoffnung und Vertrauen immanent sind", erinnerte Knieps seine Zuhörer.

Präses Jörg Meyrer nutzte die Gelegenheit, um eine Neuerung in Sachen Gottesdienst zu erläutern. Zum ersten Mal fand in diesem Jahr am Abend des Patronatsfestes keine Messe in St. Laurentius statt. Dechant Meyrer war verhindert, da er zu dieser Zeit die Vorabendmesse in St. Pius zelebrierte. Aus diesem Grund feierten die Schützen in der Ahrweiler Pfarrkirche einen Wortgottesdienst. Den hatten sieben Schützenbrüder vorbereitet und gestaltet.

In seiner höchst unterhaltsamen Rede blickte Chronist Peter Diewald auf die vergangenen 110 Jahre der Gesellschaft in Sachen Hauptleute zurück: „Es gab exakt fünf Schützenbrüder in dieser Zeit, die das Amt des Hauptmannes ihr eigen nennen konnten." Darunter war Toni Jarre mit 41 Jahren im Amt zweifellos der mit dem längsten Atem. Er war 1928 auf Stefan Schöneberg gefolgt und wurde 1969 von Willy Gies beerbt. 1989 übernahm Werner Dittmann das Amt und wurde dann 2000 von Willi Busch abgelöst.

Grußworte sprachen an diesem Abend Landrat Jürgen Pföhler, der auf den anstehenden 200. Geburtstag des Landkreises Ahrweiler hinwies, sowie Stadtbürgermeister Guido Orthen und die Majestäten der anderen Schützengesellschaften.

Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Hauptmannes war die Aufnahme von 13 neuen Schützen, womit die Gesellschaft nun 702 Mitglieder zählt. Der älteste unter ihnen ist Willi Groß (Elitecorps), der 1951 der Gesellschaft beitrat. Für 65 Jahre Treue wurde der 91-jährige von den Schützenbrüdern mit stehendem Applaus gefeiert. Für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden: Karl Hoffman (Hauptmannsglied), Paul Monreal und Heinrich Wittkopf (beide Leutnantsglied), Gregor Steinborn (Königsglied).

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50 Jahre Leutnantsglied der St. Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft

50 Jahre Leutnantsglied der St. Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft
Festkommers im Bürgerzentrum

Am Samstagabend (3.10.2015) feierte das Leutnantsglied der St. Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft sein 50-jähriges Bestehen. Gerade einmal 50 Jahre scheint keine große Sache zu sein vor dem Hintergrund, dass die Bürgerschützen bereits auf eine mehr als 600 Jahre zählende Historie zurückblicken können. Aber die Neugründung des Leutnantsgliedes durch 36 junge Männer im Jahre 1965 hatte eine große Bedeutung und Auswirkungen bis zum heutigen Tage. Denn sie leitete die Demokratisierung der Traditionsgesellschaft ein und sicherte damit ihre Zukunft.

Aus 208 Bürgerschützen im Jahre 1964 sind heute über 700 Mitglieder geworden. Von Nachwuchssorgen spricht hier niemand mehr und das damals als „Rebellencorps" bezeichnete Leutnantsglied hat daran großen Anteil. In dieser Hinsicht waren sich alle Redner beim Festkommers im prächtig geschmückten Bürgerzentrum in Ahrweiler einig. Die abendliche Feier begann im Anschluss an den Gottesdienst, der von Dechant Jörg Meyrer in der St. Laurentiuskirche zelebriert wurde. Zugführer Ralf Wershofen begrüßte die Schützenbrüder und ihre Damen, nachdem er eine lange Reihe von Ehrengästen persönlich willkommen geheißen hatte. Besonders freute er sich darüber, dass 13 Gründungs- mitglieder gekommen waren, außerdem fünf Witwen von Gründern. „Ohne euch gäbe es die Bürgerschützern heute wohl nicht mehr", vermutete er, „ihr habt mitgeholfen, die Schützen zukunftsfähig zu machen."

Wie Hans-Georg Klein später am Abend in seiner Festrede ausführte hatten die jungen Männer damals eine ganze Reihe von nie gehörten, revolutionären Vorstellungen. Denn in den 1960er Jahren waren die Ahrweiler Schützen noch eine sozial undurchlässige Organisation. Die Klassenzugehörigkeit war unter anderem an den Mitgliedsbeiträgen, an den Uniformen und an der Bewirtung zu erkennen. Im früheren Leutnantsglied, welches traditionsgemäß für die Tagelöhner, Arbeiter und Kleinhandwerker offenstand, wurde statt Schützenwein Bier ausgeschenkt. Ein Mitspracherecht gab es nicht. Entsprechend schockierend wirkte die Forderung der 36 jungen Ahrweiler Männer, als geschlossene neue Einheit den Bürgerschützen beizutreten und ihren Offizier selber zu bestimmen. Letztendlich setzten sie sich durch. Bei derart gravierenden Nachwuchsproblemen konnte man 36 potentielle Neumitglieder wohl doch nicht so einfach abweisen. Zähneknirschend stimmten die Entscheidungsträger im Verwaltungsrat der Aufnahme zu. Und laut Klein wurden neben der Neugründung noch weitere Punkte erreicht: gleiche Uniformierung und gleicher Beitrag für alle Schützenbrüder, Aufzug aller Bürgerschützen - bis dahin nur Elitecorps und Königsglied - beim Vogelschießen, Vorschlagsrecht des Zuges bei der Wahl seines Offiziers. Albert Friedrich war der erste Zugführer. Sein Nachfolger Hans Fuhs, war zwei Jahrzehnte im Amt. Während seiner Zeit wuchs der Zug auf 120 Mann. 2008 wurde dann der jetzige Zugführer Ralf Wershofen gewählt. Bis heute haftet dem Leutnantsglied der Name „Rebellencorps" an. „Zwei ehemalige Rebellen haben es sogar bis zum König gebracht", wusste Wershofen. 1990 wurde Corpsmitglied Pit-Jupp Monreal König der Ahrweiler Bürgerschützen, 2003 Edmund Flohe.

Hauptmann Willi Busch würdigte die unbequemen jungen Männer von 1965: „Die damaligen Schützenbrüder hatten einen Blick für die Zukunft mit ihren demokratischen Neuerungen. Heute zählen die Ahrweiler Bürgerschützen über 700 Mitglieder, und alle sind dankbar für die Neugründung." Stadtbürgermeister Guido Orthen meinte gar: „Diese kleine Revolution hat mehr für das Schützenwesen getan als alle Sponsoren und Aktionen. Mit Courage haben 36 junge Männer viel Staub aufgewirbelt und alte Zöpfe abgeschnitten." Denn auch für das Brauchtum gelte, dass bisweilen neue Wege gegangen werden müssen um das zu bewahren, was zu bewahren lohnt. „Den Mut zum Wandel feiern wir hier heute Abend mit dem Leutnantsglied. Lasst weiter Veränderung zu, bleibt immer authentisch und offen!", lautete der Appell des Bürgermeisters. Als Geschenk hatte er ein paar Flaschen Wein der Marke „Rebellenblut" mitgebracht. Die kleine Revolution im Jahre 1965 sei die Einleitung gewesen für die Demokratisierung der Schützen, sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Die stünde heute da als eine der Zukunft zugewandte Gesellschaft und als eine Wertegemeinschaft. „Werte müssen gelebt werden", mahnte der Landrat weiterhin Hilfe und Unterstützung auch für die Kriegsflüchtlinge an. Dechant Jörg Meyrer dankte den „Rebellen" für ihren Mut. „Sie haben gezeigt: Traditionen müssen lebendig gehalten werden." Auch Vertreter der anderen Gesellschaften sowie Burgundia Theresa Ulrich überbrachten Glückwünsche.

Live-Musik spielte die PJG-Bigband. Zugführer Ralf Wershofen fasste in einem Beispielbild zusammen, was die 1965er Rebellion dauerhaft verändert hat und was für ihn heute den Schützengeist widerspiegelt: „Bei unseren Anlässen sitzen Jung und Alt, Schützenbrüder quer durch alle Berufsgruppen zusammen und verbringen gesellige Stunden miteinander. Verbunden durch wahren Bürgersinn."
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Benefiz-Konzert 2015

Benefiz-Konzert 2015

"Mit Sang und Klang" und "Preußens Gloria" waren alle glücklich. Nicht nur für die Zuhörer im Saal sondern insbesondere auch für die Senioren in Ramersbach hat das Tambourcorps der Ahrweiler Bürgerschützen bei seinem Benefizkonzert gespielt. Nach entsprechenden Konzerten in den vergangenen Jahren in Bachem, Bad Neuenahr, Walporzheim und Ahrweiler gaben die Musiker das Konzert diesmal im gut besuchten Veranstaltungsraum des Mehrzweckhauses in Ramersbach. Der Erlös soll ebenfalls der Seniorenbetreuung im Ort zugutekommen. Schmissige Marschmusik in vielen Variationen hatte sich das Tambourcorps zum Vortrag ausgesucht: darunter die Märsche "Waidmannsheil" und "Kronprinz", der "Trans All Marsch", der "Marsch der Medeci" und "Alte Kameraden". Tambourmajor Jürgen Schmitz erläuterte außerdem Geschichte und Bedeutung der einzelnen Musikstücke.

Hauptmann Willi Busch hatte als Chef der Bürgerschützen zum Auftakt die Begrüßung übernommen. Besonders freute er sich, dass neben Ramersbachern auch Zuhörer aus anderen Stadtteilen den Weg in den Höhenort gefunden hatten. Gerne gaben die Zuhörer nach dem Konzert ihr Scherflein für die Seniorenarbeit in Ramersbach.

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Jahrestour des Tambourcorps

Jahrestour des Tambourcorps

Neben den intensiven Proben für das Schützenfest 2015, dem Benefizkonzert in Ramersbach und sonstigen organisatorischen Dingen hatte sich das Bürgerschützen-Tambourcorps auch mal eine Pause verdient, um die Geselligkeit innerhalb des Zuges zu pflegen. Doch eine musikalische Auszeit wurde auf der Jahrestour nach Speyer nicht genommen, schließlich gehört das Instrument zu einem Spielmann wie der Säbel zum Hauptmann.

Weshalb Speyer? Unser Schützenbruder "Lörri" hatte bereits seit Jahren angeboten, seine neue "zweite" Heimat Speyer als Ziel der BTC-Jahrestour zu machen. Dafür stellte er seine Organisationskraft und seine dortigen Kontakte zur Verfügung, um eine gelungene Tour zu stemmen. Der kurzweiligen Busfahrt folgte zunächst einmal ein musikalischer Marsch durch den Ort zum Maifest der dortigen Industrie- und Handelskammer. Die Organisatoren zeigten sich überrascht und erfreut, kamen direkt für die flüssige Nahrung auf und baten um weitere musikalische Einlagen. Da das Tambourcorps bekanntlich mit Getränken sehr einfach zu überzeugen ist, wurde die Ankunft in Speyer zu einem musikalischen Frühschoppen.

Dem Mittagessen im Restaurant "Domnapf" (im Schatten des Speyrer Doms), folgte eine Stadtführung. Dabei zeigte sich einmal mehr, was uns in Ahrweiler vielleicht noch fehlt: ein gemütlicher Biergarten mit eigener Brauerei und ein Bootshaus am Flußufer. Dorthin lud nämlich Lörri mit seiner Frau Martina am Abend zu einem geselligen Umtrunk mit Pizza und ausreichend Zeit für "Dummverzäll" ein. Weiter ging es dann mit dem Austesten der ortansässigen Gastronomie, wobei hilfreiche Tipps durch Lörri eher Mangelware blieben. Man kann sich glücklich schätzen, dass mit "Liter-Pitter" ein Spielmann in den Reihen ist, der einen ausgeprägten Sinn für gute gastronomische Angebote hat, egal in welchem Ort er sich befindet. Und so lernte Lörri auch mal seine Heimat nach 22:00 Uhr kennen ...

Vielen Dank nochmals an Lörri und seine Frau Martina für die Einladung, die hervorragende Organisation und dem leckeren "Chili-Con-Carne" zum Abschluss!

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