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Aktuelles

Bürgerschützen unterstützen „Ahrweiler Tafel“

Bürgerschützen unterstützen „Ahrweiler Tafel“

765 Euro beim „Opfergang" zum Patronatsfest gespendet

Die Sankt Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft Ahrweiler von 1403 e.V. hatte auch in diesem Januar zum traditionellen Patronatsfest in die St. Laurentiuskirche nach Ahrweiler eingeladen. Den Wortgottesdienst zu Ehren des Heiligen Sebastian hatten sieben Schützen vorbereitet und auch gestaltet. Ein liturgischer Höhepunkt ist der Opfergang, bei dem die Bürgerschützen ihren Obolus zum Altar tragen. Auch in diesem Jahr konnten so die „Ahrweiler Tafel" und "Tafel plus – Projekte" mit 765 Euro unterstützt werden.

Die Spende wurde jetzt durch Jürgen Knieps, Hauptmann der Sankt Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft, Schützenkönig Willi Busch sowie dem Vorbereitungsteam um Markus Bauer, Paul Radermacher, Reiner Bauer und Werner Surges an Maike Weising und Reiner Gegg von der „Ahrweiler Tafel" im Schützenmuseum überreicht. Caritas-Mitarbeiterin Maike Weising bedankte sich für diese großzügige Unterstützung: „Das ist toll! Spenden wie die Ihre sind zum Erhalt der ökumenischen Tafel dringend notwendig, denn neben den laufenden Betriebskosten werden wir uns in diesem Jahr noch ein neues, größeres Kühlfahrzeug anschaffen müssen. Herzlichen Dank!"

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Jahreshauptversammlung 2017

Jahreshauptversammlung 2017

​Turnusmäßig trafen sich die Mitglieder der Ahrweiler Sankt Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft zur Mitgliederversammlung. Hauptmann und Vorsitzender Jürgen Knieps begrüßte dazu im Alten Zunfthaus 96 der 700 Schützen.

Nach einem kurzen Grußwort durch Schützenkönig Wilhelm Busch ließ Chronist Peter Diewald das Jahr noch einmal Revue passieren. Das erste Jahr unter der Vereinsleitung des neuen Hauptmanns Jürgen Knieps war von wenig außergewöhnlichen Höhepunkten geprägt, sieht man von der aktiven Teilnahme an den Jubiläumsfeiern zum 200-jährigen Bestehen des Kreises Ahrweiler mit der Darbringung des Großen Zapfenstreiches und einem gemeinsam mit den Rotariern im Kurpark veranstalteten Benefizkonzert ab. Intern freuten sich die Schützen zudem, mit Joseph Ropertz den zweiten „Eisernen Jubilar" in ihren Reihen zu haben. Nach dem Bericht des Chronisten sprach Museumsleiter Werner Kathe über die Entwicklung des Schützenmuseums, wo alleine an den vier Weihnachtsmarkt-Wochenenden 2600 Besucher gezählt wurden. Kathe wies aber auch mahnend darauf hin, dass die alten Fahnen der Gesellschaft mehr und mehr dem Zerfall gewidmet seien. Kassierer Dieter Zimmermann präsentierte ein weitestgehend ausgeglichenes Zahlenwerk. Unterm Strich schloss die Gesellschaft das Jahr mit einem kleinen Gewinn ab. Allerdings sei ein Vermögensverlust zu verzeichnen, so Zimmermann.

Und weil sich die Schützen auch als Winzer betätigen, gab es auch dazu Zahlen. Die beiden großen Weinberge brachten einen Ertrag von 4200 Litern Wein, der erste Blanc de Noir sei bereits in Flaschen abgefüllt. Verbraucht wurden 4164 Flaschen diverser Schützenweine, verkauft wurden davon knapp 1800, mehr als 1000 Flaschen tranken die Schützen an ihren Festen selbst. Weil es aufgrund der Zahlen keinen Anlass zur Sorge gab, bleibt auch der Mitgliedsbeitrag im 15. Jahr in Folge bei 75 Euro. Abschließend informierte der Hauptmann noch, dass Ahrweiler am Pfingstsamstag die Ursulinen vom Kalvarienberg verabschieden wird. Dabei werden die Schützen den Großen Zapfenstreich präsentieren, den haben sich die Schwestern gewünscht. Das Schützenfest 2017 findet vom 10. bis 17. Juni statt.

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Franzbrötchen als Imbiss

Franzbrötchen als Imbiss
Eine Tradition der Ahrweiler Schützen von Werner Schüller

Zum diesjährigen Patronatsfest des Heiligen Sebastian gab es wie seit alters her bei den Ahrweiler Bürgerschützen wieder Franzbrötchen als Imbiss. Wenn man im Internet den Namen „Franzbrötchen" eingibt, bekommt man auf verschiedenen Seiten die Auskunft, dass es sich hierbei um ein mit Zucker und Zimt gefülltes Feingebäck oder Plunderteilchen aus der Hamburger Küche handelt. Weiter heißt es, dass der Name aus der Franzosenzeit (1806-1814) zum Vergleich zum Croissant stammen könnte. Nach einer anderen Deutung soll es damals ein längliches Brötchen gegeben haben, welches im entferntesten Sinne dem Baguette ähnelte.
Da es ja im Ahrtal auch französische Besatzung gab und bei uns im Dialekt noch viele französische Ausdrücke verwendet werden, könnte der Name auch hier in Ahrweiler aus dieser Zeit stammen. Allerdings wird das Ahrweiler „Franzbrötchen" nicht als süßes Feingebäck sondern wie ein normales Brötchen aus Brötchenteig gemacht. In Ahrweiler wird „Fraanzbrötchen" mit einem langen „a" ausgesprochen. Das Ahrweiler Franzbrötchen ist etwa doppelt so groß wie ein normales Brötchen. Immer am Patronatsfest und am Freitag nach Fronleichnam, dem Abend mit Damen in der Stadthalle, gibt es bei den Ahrweiler Bürgerschützen „Franzbrötchen" als Imbiss. Auch in diesem Jahr wurde der Abend des Patronatsfestes mit einem Franzbrötchen für jeden Schützenbruder, welches mit gekochtem Schinken belegt war, begonnen. Zur vorgerückten Stunde gab es ein weiteres dieser großen Brötchen, jetzt allerdings mit Käse belegt. So ist es Tradition und so soll es auch bleiben. Mit Schützenwein aus eigenem Anbau und Franzbrötchen lässt sich gut feiern. So wird diese Tradition weiter fortgeführt.

In diesem Jahr wurden die großen Brötchen in der Ahrweiler Bäckerei Jürgen Schmitz gebacken. Er ist auch selbst Mitglied der Ahrweiler Bürgerschützen. Wie schon seit Generationen kommen in die „Franzbrötchen" nur natürliche Zutaten wie Weizenmehl, Hefe, Malz und Salz, also keine Zusatzstoffe. Auch keine Backmischungen werden für den Teig verwendet. Das Rezept und die handwerklichen Kniffe hat Jürgen Schmitz von seinem Vorgänger Paul Sonntag, auch ein Schützenbruder, übernommen. Über die Jahre hat er an der Rezeptur und den einzelnen Arbeitsschritten gefeilt, bis es zum heutigen Ergebnis kam. ​​


Das Herstellen und Formen der Franzbrötchen ist noch echte Handwerksarbeit.
Beim diesjährigen Patronatsfest gab es Franzbrötchen zum Imbiss.
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Patronatsfest 2017

Patronatsfest 2017

Josef Ropertz ist seit 65 Jahren Ahrweiler Bürgerschütze

Zum ersten Termin der Gesellschaft im Jahreskalender waren am Samstagabend fast 500 ihrer Mitglieder im Helmut-Gies-Bürgerzentrum zusammengekommen. Bei Brötchen und Schützenwein stand dabei die Geselligkeit im Vordergrund, dennoch war der Abend auch einmal mehr äußerst informativ und unterhaltsam. Bürgerschützen-Hauptmann Jürgen Knieps konnte neben den Mitgliedern der Gesellschaft eine Reihe von Ehrengästen aus Kirche, Politik und den Schützen nahestehenden anderen Schützengesellschaften begrüßen, der herzlichste Gruß aber galt der amtierenden Schützenmajestät Willi Busch.

Willi Busch ging auf die Ereignisse in der Welt der letzten Monate ein, die nach seinen Worten „kaum zu ertragen" seien. Terror mit Toten, Krisen und Kriege wie seit Jahrzehnten nicht mehr bedeuteten derzeit eine „Phase der Unordnung der Welt". Selbst an den Frieden bringenden Institutionen und Bündnisses in Europa werde gerüttelt. „Anstatt Nato und EU weiter zu stärken, werden sie von unverantwortlichen Politikern und Populisten unter Beschuss genommen. Viele Menschen sind deshalb verängstigt und machen sich Sorgen um die Zukunft", so Busch. Im Gegensatz dazu funktioniere in der Heimat das Gemeinwesen noch, Politiker und Menschen pflegten ein gutes und verantwortungsbewusstes Miteinander, Bürger übernehmen in den unterschiedlichsten Vereinen Verantwortung und tragen Sorge, dass das Mitmenschliche auch weiterhin einen hohen Stellenwert besitze. Dazu gehöre natürlich auch die Bürgerschützengesellschaft.

Mit Blick auf die Tatsache, dass das Fest nicht mehr mit einer heiligen Messe, sondern mit einem Wortgottesdienst in der Laurentiuskirche begann, was eine spürbare Veränderung darstelle, forderte der Hauptmann die Schützen auf, aktiv die Zukunft zu gestalten, um den Kern der Verbindung der Gesellschaft zum christlichen Glauben und zur christlichen Tradition zu erhalten. Dechant und Präses Jörg Meyrer machte in seinem Grußwort klar, dass es große Veränderungen in der katholischen Kirche geben werde, schon im März werden Vorschläge zur Neuausrichtung mit der Reduzierung der Pfarreien im Bistum Trier auf weniger als zehn Prozent der jetzigen Menge erwartet.

Unterdessen machte der vor knapp einem Jahr gewählte Hauptmann die Vielfältigkeit der Bürgerschützengesellschaft deutlich: „Jeder Zug, jedes Glied hat seine eigene Identität und Charakter, seine eigene Kultur wie hier unsere Schützentradition gelebt wird. Aber nicht das Leben der Traditionen ist für mich das Entscheidende, sondern das Miteinander, das mitmenschliche Zusammensein und das „eine Gemeinschaft" sein. Diese Erfahrungen haben mich persönlich beeindruckt und haben mir den Wert unserer Gesellschaft ganz deutlich gezeigt", so Knieps, der die Einmütigkeit der Schützen beschwor, getreu dem Motto „Einheit sein in Vielfalt."

Chronist Hans-Georg Klein unterhielt mit einem Bildervortrag, der viele Erinnerungen an Begebenheiten in Ahrweiler aus früheren Tagen weckte. Auch Landrat Jürgen Pföhler hatte in der Chronik nachgeschaut und berichtete über das Schützenwesen unter preußischer Herrschaft, als man sich mehr oder weniger verstecken musste. Über aktuelle Themen der Welt-, aber auch der Lokalpolitik sprachen Bürgermeister Guido Orthen und Ahrweilers Ortsvorsteher Peter Diewald in ihren Grußworten. Letztmalig als Hauptmann der Ahrweiler Junggesellen-Schützen richtete Bastian Friedrich ein Grußwort an die „Bürger", deren grünen Rock er künftig selber tragen wird.

Als Höhepunkt des Patronatsfestes galt es dann, langjährige Schützen zu ehren. Hauptmann Jürgen Knieps schweifte 65 Jahre zurück. Da schlug nicht nur Boxer Peter „de Aap" Müller den Ringrichter K.O., sondern Josef Ropertz aus dem Elitecorps trat den Ahrweiler Bürgerschützen bei. Zudem wurde Peter Josef Geller geehrt, er gehört den Schützen ein halbes Jahrhundert lang an. Beide Jubilare wurden nicht nur mit einer entsprechenden Medaille und Urkunde, sondern auch mit stehenden Ovationen von der Versammlung geehrt.

Für 16 neue Mitglieder begann mit dem Patronatsfest die Bürgerschützenzeit. Aufgenommen wurden Peter Ropertz, Christoph Angsten, Sven Stadtfeld, Manuel Efferz (alle Elitecorps), Erik Höllger, Silvio Faulstich (beide Fähnrichsglied), Marc Sebastian, Christian Fenioux, Sebastian Kiebert (alle Hauptmannsglied), Joachim Willemsen (Königsglied), Carsten Orso, Christian Münster (beide Oberleutnantsglied), Philipp Wollersheim, Christopher Krah, Bastian Friedrich und Christian Siegert (alle Tambourcorps).


Aktuelle Fotos vom Patronatsfest 2017 sind in der Bildergalerie veröffentlicht! 

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Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Weihnachts- und Neujahrsgrüße
Liebe Schützenbrüder, liebe Freunde unserer Gesellschaft,
 
ein bewegendes, ein bewegtes Jahr 2016 geht zu Ende. Trotz aller Unruhen und Zwistigkeiten in der Welt feiern wir Weihnachten. Trotz oder gerade wegen? Denn Weihnacht ist das Fest der Liebe und des mitmenschlichen Verständnisses füreinander. Die kommenden Festtage geben hoffentlich die Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen und mit lieben, vertrauten Menschen einige schöne gemeinsame Stunden zu verbringen. Ich wünsche Euch und Euren Familien, auch im Namen unser Majestät Willi Busch und aller Mitglieder des Verwaltungsrates, frohe und gesegnete Weihnachten. Verbinden möchte ich dies mit einem vielfältigen Dank an alle, die sich für unsere Gesellschaft eingesetzt haben und die durch Ihre Anwesenheit bei den verschiedensten Veranstaltungen gezeigt haben, dass wir eine lebendige Gesellschaft sind. Mögen Zufriedenheit, Vertrauen und vor allem Gottes Segen stets unsere Wegbegleiter im nun bevorstehenden Jahr 2017 sein.


Mit den herzlichsten Grüßen

Hauptmann Jürgen Knieps 

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